Korfu in der Nebensaison...ein echtes Muss

Welche Küste soll es sein?
Wir haben quasi die ganze Insel mit dem Mietwagen gesehen und ich würde mich immer wieder für den Süden entscheiden. Der Norden hat mehr zu bieten, was Nachtleben, Aktivitäten etc. angeht, aber es steht Hotel neben Hotel, Restaurant neben Restaurant und es fühlte sich für uns einfach falsch an und nach zu viel Trubel. In der Hauptsaison ist es sicherlich wahnsinnig überlaufen. Wer Action sucht, ist also dort richtig. Wir waren sehr glücklich in unserem Apartment Anna Studios in Marathias. Hervorragende Lage, nette Gastgeber, gutes Essen und quasi fünf Schritte bis ans Meer. In der Hauptsaison ist hier natürlich auch mehr los, aber der Strand ist toll und von dort aus kann man easy Tagestouren unternehmen. Im Norden findet man eher selten Sandstrände, an denen es sich noch nach Urlaub anfühlt.
Fortbewegung, Essen und Leute
Mit dem Mietwagen ging es unkompliziert vom Flughafen aus los und mit Google Maps gab es keine Probleme. Die Straßen sind gut befahrbar, ganz anders als in Costa Rica, und ein Mietwagen ist auch durchaus noch bezahlbar. Das Essen war überall sehr gut, europäische Preise sind natürlich selbstverständlich, aber man bekommt große Portionen und frisch zubereitet. Allerdings ist die Küche sehr viel schwerer als z.B. in Italien und in der Regel sehr fleischlastig. Als Nachtisch kann ich Galaktoboureko empfehlen, sooooo lecker. Die Menschen waren überall freundlich, hilfsbereit und überhaupt nicht aufdringlich. Nur an den Stränden, da will natürlich jeder seine Liege an dich vermieten, aber das gehört wohl einfach auch ein bisschen dazu.

Fazit...von Frau zu Frau
Ich weiß nicht, ob Korfu in der Hauptsaison noch meinen Geschmack treffen würde, da ich ein Fan von Ruhe bin. Definitiv finden sich aber noch viele Ecken, an denen wenig bis gar nichts los ist. Die Landschaft ist malerisch, riesige uralte Olivenbäume. Wir haben an der Südküste ganz verlassen am Strand neben einer kleinen Kirche gesessen und die sogar nur per Zufall via Google Maps gefunden. Ich habe mich auf der ganzen Insel sicher gefühlt und würde jederzeit auch wieder allein zurückkehren.
