Rom - immer wieder eine Reise wert

Ich war schon häufiger in Rom und jedes Mal fühlt es sich anders an.
Diese Stadt ist mit etwas gesundem Menschenverstand als Frau allein, auch ohne Italienisch, absolut machbar. Das erste Mal war ich während der Schulzeit dort, später als erwachsene Frau allein. Natürlich hat mein Italienisch geholfen, aber das ist absolut kein Muss. Ich war in einem netten Apartment untergebracht, fußläufig zum Colosseum, Anreise unkompliziert, also bereit für Pizza, Pasta und Tiramisu
Sehenswürdigkeiten
In Rom weiß man eigentlich gar nicht, wo man anfangen soll. Colosseum? Forum Romanum? Die Spanische Treppe? Der Trevi Brunnen? Ich war im Rome Apartment Colosseo bei Vito untergebracht, der super nett ist und mich auch vom Flughafen abgeholt hat. Natürlich geht es auch mit Bus und Bahn, aber ich wollte es mir mal etwas einfacher gestalten. Ich habe mich für dieses Apartment entschieden, weil es quasi direkt um die Ecke vom Colosseum und dem Forum Romanum liegt und ich fußläufig alles erreichen konnte, ohne auf Verkehrsmittel angewiesen zu sein.
Was soll ich sagen? Ich habe meinen eigenen Plan umgesetzt, also nicht ins Colosseum, das kannte ich schon und es war im August zudem unglaublich heiß. Ich hatte mich also für einen Tisch am Colosseum entschieden. Von dort aus kann man das Treiben beobachten und wird sogar mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt. Wer unbedingt ins Colosseum möchte, dem empfehle ich die Tickets vorab online zu buchen, sonst wartet man ewig und außerdem sehr früh oder sehr spät zu kommen, ab etwa 10 Uhr stehen Heerscharen von Touristen dort und warten.
Ich bin viel einfach durch die Stadt geschlendert, das kann man dort ganz entspannt machen, etwas kalten zu trinken, Ebookreader dabei und einfach mal die Seele baumeln lassen.
Da ich ein Frühaufsteher bin, war es mir vergönnt z.B. den Trevibrunnen auch mal so ganz ohne andere Menschen zu sehen, was sofort eine ganz andere Stimmung mit sich bringt. Einfach im Café einen Cappuccino da portare via, was Süßes auf die Hand, dem Obdachlosen und seinem Hund auch noch etwas zu essen und trinken organisiert und los gings. Rom ist unglaublich ruhig und friedlich in den frühen Morgenstunden, also vielleicht auch wenigstens an einem Morgen für Spätaufsteher eine Option.
Sehr viele Sehenswürdigkeiten liegen dicht bei einander und sind gut ausgeschildert. Ich empfehle aber auf jeden Fall, eine Powerbank dabei zu haben, wenn man auf Google Maps angewiesen sein sollte.
Trastevere hat mich erschlagen. Ich hatte das überall im Internet gesehen und dachte, ich müsste das unbedingt mal erleben, die ganzen singenden und tanzenden Menschen. Irgendwie war das eine schöne Vorstellung. Die Realität sah für mich anders aus: schon gegen 18 Uhr gab es mit dem Uber quasi kein Durchkommen mehr, Betrunkene torkelten um die Autos, so dass ich zugeben muss, ich bin gar nicht erst ausgestiegen, sondern hab meinen Fahrer gebeten, mich zu einem ruhigen Ort mit gutem Essen zu bringen. Spoiler: es war das Restaurant unterhalb meines Apartments und es war ein wirklich runder Abend. Also auch in Rom ist nicht alles Gold, was glänzt und etwas Spontaneität macht es zu einer besonderen Erfahrung.

Essen, Essen, Essen...
Das ist wohl eins der Themen, das wir alle mit Italien verbinden. Gelato, Tiramisu, Antipasti, Pizza und Pasta...und ja, das können die Römer auch sehr gut. Ich kann nur sagen, ich habe überall wirklich gut gegessen und erstaunlicherweise auch bezahlbar. Das hatte ich gerade am Forum Romanum etc. so gar nicht erwartet. Und alles frisch gemacht, was auch selten in Touristenhochburgen ist.
Ein kleiner Punkt allerdings ich habe in ganz Rom kein gutes Tiramisu bekommen, nicht schlecht, aber eben nicht wie in Florenz oder gar Sizilien.

Sicherheit und Atmosphäre...von Frau zu Frau
Grundsätzlich habe ich mich in Rom sehr sicher gefühlt. Ich bin zu jeder Tages- und Nachtzeit allein unterwegs gewesen. Natürlich achtet man als Frau auf bestimmte Dinge, aber das sollte man in jeder Großstadt tun.
Was ich nicht empfehlen würde, ist die Metro. Die ist sehr bekannt für Taschendiebstähle und zusätzlich ist es sehr wahrscheinlich, hier, zu vorgerückter Stunde, von Betrunkenen belästigt zu werden.
Ich habe mich für Uber entschieden, das lief absolut reibungslos, sehr nette Fahrer und funktioniert ohne lange Wartezeiten, auch ohne Italienischkenntnisse.
Also, buch das Ticket und los gehts.